Heizzentrale Haus am Schlossberg, Bad Laasphe, St. Georg

Das Haus am Schlossberg in Bad Laasphe besteht aus zwei mehrstöckigen Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen. Die beiden Wohngebäude wurden über zwei Öl-Kessel und 2 Warm­wasserboiler betrieben.

Die Heizzentrale und die Warmwasserboiler wurden aufgrund von hohen Energiekosten und durch die gestiegenen Hygiene­ansprüche bei der Warmwasserbereitung im Rahmen der Sanierungs­maßnahmen des Sozialwerk St. Georg erneuert. Als neue Wärmequelle wurden die Häuser an das Fernwärmenetz der Stadt Bad Laasphe angeschlossen.

Fertigstellung: 02/2019
Ort: Bad Laasphe, Deutschland

Die Wärme- und Wasserversorgung

Die Bestands Öl-Kessel-Anlagen des Hauses am Schlossberg (Baujahr 1996) waren seit über 20 Jahren zur Wärmeerzeugung im Betrieb. Die Anlagentechnik wies einen erhöhten Energieverbrauch auf. Zusätzlich waren die erdverbauten Öl-Tanks 30.000 Liter über die Jahre verschlammt. Daher wurde bei der neuen Heizungs­anlage komplett auf eine zentrale Wärmeerzeugung verzichtet und das Haus am Schlossberg an das Fernwärmenetz der Bad Laaspher Energie GmbH angeschlossen. Diese liefern nun eine Wärme mit einer Leistung von 380 KW bis zur Übergabestation in die Heizzentrale.

In der Heizzentrale wird die Wärme über den neu errichteten Heizungsverteiler in die verschiedenen Gebäudeteile weiter­geleitet. Es wurden elektronisch geregelte Hocheffizienzpumpen und kennliniengesteuerte Mischventile eingebaut. Somit spart die neue Verteilung ebenfalls Energie ein, da die Feldgeräte in Abhängigkeit der Last modulierend angesteuert werden. Zur weiteren Energieeinsparung wurde die Leitungsführung in der Heizzentrale nach Vorgaben der EnEV gedämmt.

Auch die Warmwasserbereitung wurde erneuert. Sie erfolgte vor der Sanierung über zwei 800 Liter Trinkwasserspeicher. Diese sind aus hygienischen Gründen jedoch nicht zu empfehlen. Die neue Warm­wasserbereitung erfolgt nun über eine Kaskaden-Frischwasserstation mit zwei 800 Liter Pufferspeichern. Der Vorteil der neuen Anlage ist, dass nur das tatsächlich benötigte Wasser bedarfsgerecht erwärmt wird. Es wird kein Trinkwarmwasser mehr bevorratet.

Ergebnis

Der Heiz- und Warmwasserbedarf für die beiden Wohnhäuser kann nun über die Fernwärmeversorgung der Stadt Bad Laasphe erfüllt und durch die Erneuerung der Armaturen, Pumpen und Warmwasserbereitung deutlich effizienter bereitgestellt werden. Um die Effizienz zwischen den Modulen noch zu steigern, wurden DDC-Regelungen in beiden Wohngebäuden installiert und mit der Gebäudeleittechnik aufgeschaltet.