Energiekonzept Kreishaus in Warendorf

Ziel der Untersuchung war es, das wirtschaftlichste Wärmeversorgungskonzept und die CO2-Reduktion für das Kreishaus in Warendorf zu ermitteln, und aus den gewonnenen Erkenntnissen die wesentlichen Schritte für den zukünftigen Energieträger zur Beheizung der Gebäude abzuleiten.

Fertigstellung: 06/2013
Ort: Warendorf

Folgende Wärmeversorgungsalternativen wurden im Variantenvergleich in Anlehnung an DIN 2067 wirtschaftlich bewertet:

- die Erneuerung des zentralen Erdgaskessel

- eine Kombination aus Hackschnitzelkessel und Erdgaskessel

- eine Kombination aus BHKW (sowohl der Einsatz von Biomethan als auch Erdgas wurde
  geprüft) und Erdgaskessel

Die Energiezentrale

Die Gesamtheizlast des Kreishauses beträgt nach Auswertung der Lastganganalyse in Summe 1.100 kWth. Dabei werden alle Abnehmer über eine gemeinsame Energiezentrale versorgt und der Wärmverbrauch über einen internen Verrechnungssatz der Kostenstelle zugewiesen.

 

Effiziente Strom- und Wärmeerzeugung aus einem BHKW

Eine Umstellung der Wärmeerzeugung auf eine Kombination bestehend aus Erdgas-BHKW und Gas-Brennwertkessel hat sich nach Prüfung der unterschiedlichen Varianten am wirtschaftlichsten erwiesen. Zudem werden durch den Einsatz eines hocheffizienten BHKWs die CO2-Emissionen im erheblichen Maße reduziert. Diesbezüglich stellt die Variante, bei der das BHKW mit einer thermischen Leistung von 140 kWth und damit im Hinblick auf die Nutzung der Eigenstromverbrauchsregelung dimen­sioniert worden ist, die wirtschaftlichste Lösung dar. Das Verhältnis der Energiewandler an der Wärmebereitstellung (BHKW/ Erdgasspitzenlastkessel) beläuft sich dabei auf 32/68 %.