Energieaudit Jäckering

Das Unternehmen

Die Jäckering-Gruppe ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen in den Gebieten Weizenstärke, Weizenkleber, Maschinenbau und der Aufbereitung und Verarbeitung von Thermoplasten. Die zur Unternehmensgruppe gehörende Jäckering Mühlen- und Nährmittelwerke GmbH stellt Weizenmehl, Weizenstärke und Weizenprotein für Feed, Food und Non-Food-Industrien für den weltweiten Vertrieb her. Jährlich werden am Standort Hamm mit  ca. 120 Mitarbeitern etwa 300.000 Tonnen Getreide zu Weizenmehl gemahlen und weiterverarbeitet. Da sowohl der Umweltschutz als auch die Energieeffizienz eine wichtige Rolle im Unternehmen spielen, ist dieses stets darauf bedacht sowohl ihre Produktion als auch ihre Rohstofflagerung nach bestmöglichen Effizienzkriterien zu optimieren. Aus diesem Grund leistete die Kombiplan GmbH & Co. KG im Rahmen von zwei Projekten technische Unterstützung bei der Antragsstellung von Fördermitteln für Querschnittstechnologien.

Fertigstellung: 06/2020
Ort: Hamm

Beratung im Doppelpack

Die Beratung erfolgte für das Projekt Pumpenaustausch und für das Projekt Erneuerung der Kompressoren. Ziel war es zum einen einzelne eher ineffiziente Bestandspumpen durch hocheffiziente Kreisel- und Trockenläuferpumpen zu ersetzen und zum anderen in die Neuanschaffung einer hocheffizienten Drucklufterzeugung mit WRG zu investieren. In beiden Projekten erfolgte vorab eine energietechnische und wirtschaftliche Bewertung, um im Anschluss ein geeignetes Förderprogramm zu ermitteln. Unter den gegebenen Randbedingungen erfolgte dann die technische Unterstützung bei der Vorbereitung der Antragsunterlagen zur Bewilligung von Fördermitteln. Voraussetzung für die Bewilligung von Fördermitteln ist die sogenannte Prüfung der Förderfähigkeit. Diese erfolgt anhand von festgelegten Kriterien seitens des Fördermittelgebers und Nachweisen in Form von Herstellererklärungen, Berechnungen oder Produkt- bzw. Materialdatenblättern.

 

Beantragung und Umsetzung

Das Projekt „Pumpenaustausch“ wurde mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 30 % der förderfähigen Kosten gefördert. Durch die Umsetzung der Maßnahme können pro Jahr ca. 140 MWh Strom und ca. 28 t CO2 eingespart werden. Für die Maßnahme „Kompressor“ konnte ebenfalls eine Förderung in Höhe von 30 % der förderfähigen Kosten beantragt werden. Die Einsparung beläuft sich hier auf ca. 130 MWh Strom. Der Ausstoß an CO2-Emissionen verringert sich dadurch um ca. 26 t/a. Durch die Wärmerückgewinnung können zudem ca. 320 MWh Wärmenergie eingespart werden. Beide Maßnahmen wurden im Rahmen des vorgegebenen Bewilligungszeitraumes durchgeführt und mit dem entsprechenden Verwendungsnachweis dem BAFA angezeigt. Die Auszahlung der Zuschüsse erfolgte nach abschließender Prüfung durch den Fördermittelgeber in voller Höhe.