Sanierung Trinkwassernetz Hallenbad in Brilon

Die Stadt Brilon betreibt innerhalb des Stadtgebietes Brilon ein Hallenbad. Trotz mehrfach vorausgegangener Untersuchungen und durchgeführter Sanierungs­maßnahmen kam es wiederkehrend zu einer Legionellenkontamination des Trinkwassernetzes.

Fertigstellung: 11/2012
Ort: Brilon

Die Analyse

Damit die für die Kontaminationen verantwortlichen Schwachstellen   aufgedeckt werden, musste eine fundierte Analyse der kompletten Trinkwasserinstallation durchgeführt werden. Besondere Schwer­punkte lagen hierbei auf der vorhandenen Netzstruktur, der Trink­warm­wasserbereitung sowie den eingesetzten Bauteilen. Die Kombiplan hat das gesamte Trinkwassernetz vor Ort dokumentiert und daraus eine Grundrisszeichnung mit Lage der Rohrleitungen sowie ein Trinkwasserschema entwickelt. Mit Hilfe einer speziellen Simulationssoftware konnten die vorhandenen Verursacher schnell lokalisiert werden.

Legionellen gehören der Vergangenheit an

In der Zirkulationsleitung waren ungeeignete statische Strangregulierventile montiert. Diese wurden durch automatische Strangregulierventile ersetzt. Bei einer thermischen Desinfektion wird von nun an das Ventil vollständig geöffnet sodass der maximale Volumenstrom über den Fließweg geleitet wird. Zusätzlich waren die Trinkwasserzirkulationsleitung und die Trinkwarmwasserleitung in einem schwer zugänglichen Bereich vertauscht. Dadurch wurde ein Fließweg nicht ordnungsgemäß durchströmt. Nach Umschluss der Leitungen war ein sofortiger bestimmungsgemäßer Betrieb möglich. In einem Abschnitt waren nicht benötigte Anschlussleitungen nicht demontiert worden, sodass dort eine Stagnation im Netz aufgetreten ist. Im Bereich der Außendusche kam es eben-falls zu einer Stagnation, da dieser Strang nur sehr selten in Gebrauch ist. Nach einem konsequenten Rückbau dieser Leitungen sowie dem regelmäßigen Spülen der Außendusche wurden auch diese Verursacher eliminiert.

Die im Anschluss durchgeführte mikrobiologische Untersuchung konnte im Netz keine Legionellen nachweisen.