Maßnahmenkataster RLT-Anlagen, Stadt Warstein

Ausgangslage & Zielsetzung

Die Stadt Warstein betreibt im gesamten Stadtgebiet diverse Liegenschaften, wie z. B. Schulen, Sporthallen, Verwaltungs­gebäude sowie eine Tiefgarage. In neun dieser Liegenschaften wurden die Lüftungsanlagen untersucht und eine umfangreiche Bestandsanalyse durchgeführt. Ziel der Untersuchung war es, vorhandene sicherheitstechnische und energetische Schwachstellen bzw. Mängel zu erfassen um eine Grundlage für die weitere Planung bzw. Veranlassung notwendiger Instandsetzungs­arbeiten zu schaffen. Die notwendigen Wartungsarbeiten sollen nach erfolgter Instandsetzung neu ausgeschrieben werden. Weiterhin sollen nach Durchführung der Instandsetzungsarbeiten und erfolgter Wartung gemäß der „Verordnung über die Prüfung technischer Anlagen und wiederkehrende Prüfungen von Sonderbauten“ PrüfVO NRW die vorgeschriebenen Sachverständigenprüfungen ausgeschrieben und durchgeführt werden.

Fertigstellung: 12/2018
Ort: Warstein, Deutschland

Vorgehensweise

An mehreren Ortsterminen wurden 26 Lüftungsanlagen untersucht und der Bestand aufgenommen. Dabei wurde auf die Einhaltung der Vorgaben der GarVO, SBauVO, DIN 1946-2, DIN EN 15251, DIN EN 13779, VDI 6022 und LüAR NRW geachtet. Ergänzend wurde auch der Bestands- und Brandschutz berücksichtigt.

Revisionszeichnungen und Unterlagen gab es von den teilweise 50 Jahre alten Anlagen nicht mehr. Somit war es erforderlich anhand von Typenschildern und Ingenieurskenntnissen die Komponenten und die Funktion der Geräte herzuleiten.

Umsetzung & Erkenntnisse

Auf Basis der aufgenommenen Daten wurde für jede Liegenschaft einen Maßnahmenkatalog mit einer Fotodokumentation erstellt, welcher eine Auflistung aller Mängel sowie eine Kosteschätzung zur Behebung der Mängel beinhaltete. Weiterhin wurden für einen Teil der RLT-Anlagen neue innovative Konzepte zur Beheizung und Belüftung der jeweiligen Bereiche entwickelt und ebenfalls kostenseitig bewertet. Die Lüftungsanlagen und Aufstellräume wurden zeichnerisch erfasst, so dass eine grobe Darstellung der Lüftungsanlagen und Kanäle in einer Grundrisszeichnung möglich waren. Ein Anlagenschema mit allen wichtigen Bauteilen inkl. einer eindeutigen Nummerierung der vorhandenen Brandschutzklappen wurde ebenfalls entwickelt, so dass diese zukünftig für den Sachverständigen leichter auffindbar sind.